Geschichte „Das Boot mit den fantastischen See-Eigenschaften“ Lesen Sie hier die Geschichte Wer nicht findet, was er sucht, muss es eben selbst machen. Genau hierfür entschied sich Janne Johansson 1989 – der Rest ist, wie es so schön heißt, Geschichte

“„Das Boot mit den fantastischen See-Eigenschaften“

Geschichte

Wer nicht findet, was er sucht, muss es eben selbst machen. Genau hierfür entschied sich Janne Johansson 1989 – der Rest ist, wie es so schön heißt, Geschichte

DIE GESCHICHTE, DIE SICH HINTER DEM BOOT MIT DEN EINZIGARTIGEN SEE-EIGENSCHAFTEN VERBIRGT

Schule war so weit in Ordnung für Jan Johansson – abgesehen davon, dass die guten Noten eher dünn gesät waren. Bis auf Sport und Werken. Deswegen entschied sich Jan in der Sekundarstufe für Holztechnik. Eine Entscheidung, die er nie bereut hat.

„In den ersten Jahren der Sekundarstufe fühlte ich mich sehr wohl. Im letzten Jahr konnte man zwischen Theorie oder Praxis wählen. Hätte ich mich für Theorie entschieden, hätte ich Werklehrer werden können. Naja, eigentlich nicht wirklich mein Ding. Also habe ich mich für die Praxis entschieden und bekam schnell ein en Job bei der Werft Vindö Varvet. Damals begann meine Karriere als Bootsbauer. Ich habe viel gelernt und wirklich gespürt: Ich hatte meine Berufung gefunden. Das war im Jahr 1978. Damals war ich 20 Jahre alt“, berichtet Jan.


Dann war er eine Weile bei Nimbus und anschließend bei der Werft Oskarshamn Varv. In Oskarshamn baute Jan mit Kollegen richtige Luxusyachten mit einer Länge von bis zu 100 m. Einige Kunden waren reiche Amerikaner, nur das Beste war für sie gut genug.


„Nie werde ich vergessen, als wir eine richtig exklusive Angelyacht mit Kajüte und allem Drum und Dran liefern sollten. Der Kunde kam mit 10 Leibwächtern im Schlepptau. Alle in schwarzen Anzügen und mit Sonnenbrille. Wie im Film“, fügt Jan hinzu und schmunzelt.

GRÜNDUNG EINES EIGENEN UNTERNEHMENS  

1985 war es so weit: Zusammen mit seinem damaligen Partner Kent Göran Mattson gründete er sein eigenes Unternehmen. Als Auftragnehmer bauten Sie Contrast-Segelboote, vor allem für den Auslandsmarkt. Die Länge der Boote betrug 33, 36 und 40 Fuß. Es lief ziemlich gut, aber im Herbst 1989 kam es zur Rezession und der Markt kam zum Erliegen.


BRANDSKÄR ENTSTEHT  

Plötzlich standen Jan und Kent Göran ohne Aufträge da. Was also tun? Zunächst kamen Sie auf die Idee, Halbfertigerzeugnisse vom Typ Targa zu kaufen und fertigzubauen. Sie probierten diesen Weg, waren aber mit den See-Eigenschaften des Bootes nicht zufrieden. Sie wollten hochwertige Qualität liefern. Deswegen entschieden sie sich, etwas ganz Eigenes zu bauen. Der Arbeitstitel war Brandskär – dort waren die beiden Partner früher immer zum Hummerfischen. Ein Ort, an dem die See häufig wirklich rau ist.


Bei der Entwicklung Ihres selbstentwickelten Bootes waren ihnen vor allem folgende Eigenschaften wichtig:


1. STABILITÄT

Stabilität auf See. Hervorragende See-Eigenschaften - äußerst sicher und stabil. Auch auf die Bewältigung wirklich schwieriger Bedingungen ausgelegt.


2. SCHNELLIGKEIT

Nicht bei 5 Knoten dahindümpeln.


3. STÄRKE

Packt einen Volvo Penta Diesel mit sechs Zylindern.


Mit ihrem gebündelten Know-how und ihrer gesamten Expertise begannen sie mit dem Bau eines Prototyps. Sie bauten ein Modell der Rumpfform im Maßstab 1:1. Für den Prototyp kam eine Mischung aus Holz und Kunststoff zum Einsatz. Nach zahlreichen Feinabstimmungen und Optimierungen bis ins kleinste Detail waren sie schließlich zufrieden mit dem Modell: Das Unternehmen konnte mit dem Bau seines ersten Bootes beginnen. Die See-Eigenschaften des Bootes erwiesen sich als genauso stabil, wie Jan und Kent Göran sich erhofft hatten. Dabei ist zu bemerken, dass die beiden Bootsbauer für den Prototyp keine Konstruktionszeichnungen verwendeten. Sie arbeiteten einfach ganz nach Gefühl.

„DAS BOOT MIT DEN FANTASTISCHEN SEE-EIGENSCHAFTEN“  

Das Ergebnis war fantastisch. Das Boot mit den fantastischen See-Eigenschaften war bald in aller Munde. Schnell erfreute es sich allseits großer Beliebtheit: von Tauchern über Jäger bis hin zu Unternehmen und nicht zuletzt bei allen, die ein ausgezeichnetes Boot zum Baden suchten, das mühelos 15-20 Passagiere aufnahm. Der bisherige Arbeitstitel Brandskär wurde zum bleibenden Begriff.


Ganz auf den Rumpf abgestimmt, sind auch alle übrigen Materialien äußerst hochwertig und großzügig bemessen. Nichts ist dem Zufall überlassen. Zu Recht fingen die Leute an, Brandskär den SUV oder Jeep des Meeres zu nennen. Robust, stabil, sicher, schnell und erstaunlich kraftstoffeffizient.

DAS BESTE SOLL NOCH BESSER WERDEN

2017 war ein spannendes Jahr für Brandskär. Nach längerer Suche nach einem neuen Partner lernte Janne Henric Carlsson aus Orust kennen. Ein vielseitiger Unternehmer mit einer Leidenschaft für Boote und einem Herz, das für die Insel Orust schlägt.


Gemeinsam entschieden sie, Brandskär in die nächste Dimension zu führen. Hierzu wollten sie Brandskär 290, das viele bereits für das perfekte Boot halten, weiterentwickeln und noch besser machen. Sie waren jetzt in der Lage, Jannes Erfahrung von mehr als 200 gebauten Brandskär-Booten mit Henrics Fingerspitzengefühl für Unternehmens- und Produktentwicklung zu kombinieren.


Die Markteinführung des neuen 290 NG im Frühling 2018 spricht für sich. Eines ist sicher: Ebenso stabil und sicher wie ein Brandskär auf See ist die Zukunft der Werft, die weiterhin Boote der Spitzenklasse produziert und damit wieder einmal zeigt: Alles ist möglich, wenn man nur will..